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Chris Cuhls ist Regisseur und Konzepter von Live wie Online Events. Ihn treiben relevante Ideen an, für die er exzellente Bühnen bereitet. Zum Beispiel geht es ihm um die Revolution des Sonntagmorgens.de. Bei allem ist ihm die Begegnung und Wirkung wichtig.
Er pendelt die Disziplinen zwischen Kommerz, Kirche, Kunst und Kultur. Als Immigrant lebt er glücklich mit Frau und drei Kindern in Köln-Nippes. Sein Credo: Detail, Timing, Exzellenz. Mehr auf ChrisCuhls.de.

 
   
 

Magnus Wacinski ist Produzent, Filmemacher und Producer und ein erfahrener Social-Media-Experte. Er hat neben dem Kanzlerkandidaten­interview zur Bundestagswahl 2017 zahlreiche andere reichweitenstarke Formate mit Influencern für Brands produziert und ist in den klass­ischen als auch in den neuen Medien zu Hause. Er brennt dafür, Menschen mit relevanten Botschaften zu erreichen. Magnus Wacinski lebt mit seiner Frau in Berlin. Seit 2020 ist er ein fester Teil der E-Productions GmbH

 
   

 

 

 

Welches Umfeld brauchen Influencer, damit die beste Botschaft der Welt sich verbreiten kann?

Ist es nicht merkwürdig, dass die weltweit größte Community der Welt digital so gut wie nicht existent ist? Christen waren schon immer die Vorreiter für Neues, Gutes, Wahres, Schönes. Mittlerweile finden sich einige christliche Mikro- und NanoInfluencer, die mit Glaubensinhalten in Social-Media unterwegs sind. In Bezug auf Reichweite und Sicht­barkeit stoßen diese allerdings häufig an Grenzen, die schwer über­wunden werden. Was muss geschehen, damit die beste Botschaft der Welt Wege ins Heute findet, um Menschen neu zu erreichen?

Chris: In meiner Arbeit als Eventregisseur inszeniere ich täglich Botschaften auf Bühnen für unterschiedliche Kunden. Als „Anwalt des Publikums“ fühle ich mich als Gatekeeper schlecht gemachter oder nicht durchdachter Kommunikation. Wie schon Papst Franziskus im Evangelii Gaudium erwähnte: „Einer muss immer leiden. Entweder der Hörer oder der Prediger.“ Hoffentlich sind wir es mit unserer Leidenschaft, weil wir für klare Kommunikation bereit sind zu leiden... Bei der Konzeption von Inhalten stelle ich daher gern die Kernfrage der Kommunikation: Welche Bot­schaft soll über welche Kanäle welche Zielgruppen erreichen, um welche Wirkung zu erzielen?

Magnus: Das bedeutet eben auch, dass man die Zielgruppe kennen bzw. ihre Bedürfnisse erkennen muss, um dann ihre Sprache zu verstehen, lernen und sprechen zu können. So können gute Inhalte bei der Zielgruppe überhaupt erst ankommen. Wenn dies erreicht wird, werden die Inhalte garantiert relevant sein und gut in der Zielgruppe weiterverbreitet.

Influencer sind dabei glaubwürdiger, authentischer als bekannte Gesichter aus den klassischen Medien. Die Werbebranche hat genau das erkannt und setzt daher seit Jahren mit zunehmendem Erfolg auf Influencer Marketing. Der Markt hat sich mittlerweile absolut prof­essional­isiert. Christliche Influencer, die Content rund um Glaubens­themen produzieren, sind meistens alleine, also ohne Unter­stützung seitens einer Firma, einer Organisation oder Netzwerks unterwegs. Es gibt seit einiger Zeit auch Versuche der Landes- und Freikirchen in Influencer zu investieren und Formate in Auftrag zu geben. Verglichen mit den professionellen Netzwerken ermangelt es hier aber oft an Reichweite und Sichtbarkeit. Das hat verschiedene Gründe.

Chris: Relevante Inhalte benötigen immer eine exzellente Bühne. Ergo eine Plattform, um Reichweite zu erzielen. Wenn man also Inhalte und Plattform nun noch um authentische Influencer ergänzt, kann dies ein PLUS an Reichweite für das Anliegen bewirken. Magnus: Großes ABER: Dies ist immer abhängig vom Budget. Die Real Life Guys mit über 1,3 Mio. Abonnenten zu gewinnen kann schnell sechsstellig zu Buche schlagen. Natürlich gibt es auch individuelle Wege außerhalb der Kosten… Klassische Medien arbeiten im Top-Down- Prinzip: Eine Idee wird konzipiert, produziert und veröffentlicht. Mit Glück und Erfahrung kommt sie auch beim Publikum an. Soziale Medien funktionieren genau umgekehrt: Bottom-Up-Prinzip: Ich nehme die Zielgruppe bereits in die Idee mit hinein und lasse sie partizipieren. Damit habe ich alleine einen Erfolgsgaranten, da ich wie bereits erwähnt, beginne, die Sprache der Zielgruppe zu sprechen.

Chris: Man könnte auch sagen: In klassischen Medien reden wir viel über Leute, anstatt wie in gut gemachtem Social-Media, mit ihnen. Allerdings ist Teil der Botschaftsübermittlung nicht nur das WER, sondern auch das WAS und WIE. Also der Dreiklang von Inhalt, Persönlichkeit und Stimme.

Magnus: In junge Menschen zu investieren (Zeit, Geld, Wissen) bedeutet auch in die Zukunft zu investieren, da gerade die jungen Menschen die Stützen dieser Zukunft sein werden.

Chris: Die Frage ist hier: Welche Haltung bringen die Entscheider mit? Geht es darum Menschen und Charismen zu befähigen? Sehe ich die Fähigkeiten und Begabungen der jungen aber auch der „Silver-Surfer“ Generation? Sehe ich die Bedürfnisse meiner Besucher:Innen, Mitarbeiter:Innen und ebenso Suchender? Fördere ich die Talente und investiere ich in diese? Oder geht es rein um die eigene Profilierung?

Fazit: Die Sprache der Zielgruppe sprechen, Mut haben sich darauf einzulassen, sich erlauben Fehler zu machen und auf Tuchfühlung mit der Community bleiben. Auch wichtig: Menschen mit Talenten, Gaben und Fähigkeiten zu fördern und ihnen eine Bühne bereiten, damit die Botschaft eine Wirkung haben kann. Bei allem bleibt die Frage: Was treibt mich an? Als Absender, als Ermöglicher und WARUM macht diese vermeintlich gute Botschaft wirklich einen Unterschied bei den „Followern“. Wer hier gut durchdachte Inhalte hat, gewinnt langfristig nicht nur die Hirne, sondern die Herzen und Hände. Daraus wird dann auch eine digitale Community, die sich nicht aufhalten lässt die beste Botschaft unaufhörlich weiterzutragen. Wer nicht weiß, wo anzufangen ist: wir helfen gerne…

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