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Mike Bomheuer, geboren 1962 in Marl/Kreis Reck­linghausen, ist ledig, hat einen erwachsenen Sohn und ist nach knapp 30 Umzügen innerhalb Deutschlands nun wohnhaft in Essen. Bomheuer hat mehr als 38 Jahre Erfahrung in Menschenfindung, Menschenförderung und Menschenführung – u.a. als Ausbilder der BW, Führungs­kraft bei der ARAG Rechts­schutzversicherung, Karstadt, psychologischer Coach, Dozent und Bildungs­begleiter). Seit 2016 ist er im GOP Varieté –Theater Essen als Direktor und freiberuflich als Coach tätig.

 
   
 

 

 

 

„Herr Bomheuer, Sie leiten ein GOP-Varieté-Theater mit 100 Menschen aus 15 Ländern und beherbergen u.a. auch internationale KünstlerInnen. Wie schaffen Sie es, zusammen mit Ihren KollegInnen, ein familiäres Gemeinschaftsgefühl auf die Beine zu stellen, mit KünstlerInnen aus unterschiedlichen Nationalitäten und vielfältigen Charakteren?“

Die Antwort auf Ihre Frage lautet: genau deswegen! Allen Kolleginnen und Kollegen in diesem Unternehmen – und hier schließe ich mich bedingungslos ein – ist bewusst, dass wir in einem ganz besonderen Umfeld arbeiten und uns für das „Produkt GOP“ einbringen, welches in dieser Form einzigartig ist.

GOP steht für faszinierende Shows, traumhaftes Ambiente, kulinarische Köstlichkeiten und herzlichen Service – dies ist keine Werbebotschaft, sondern ein Bekenntnis zu einem Leistungsversprechen, deren Real­isierung sich alle Beteiligten verschrieben haben. Man könnte sagen – mit Haut und Haaren, denn die Arbeitszeiten sind sicher auch eher familienunverträglich, durch Nachtarbeit, Wochenendarbeit und Über­stunden. Aber auch dies schweißt unsere Gemeinschaft eher zusammen und vereint uns in einer Art Mikrokosmos, in dem alle funktionieren müssen, weil sonst die vielen abteilungsübergreifenden Prozesse – zum Beispiel an den Schnittstellen Küche zu Service und Gästeeinlass – stocken und nicht funktionieren.

Wenn es aber funktioniert und am Ende der Show, die Gäste begeistert applaudieren, das Essen und den Service loben, mit glänzenden Augen und offensichtlicher Begeisterung unser Haus verlassen, dann ist es der Stolz, der uns vereint, die Freude daran, anderen Menschen Freude bereitet zu haben. Und weil man dies nur so empfindet, wenn man grundsätzliches Interesse an Menschen hat, wenn man Menschen mag, dann ist man auch ein Mensch für den respektvoller Umgang mit Anderen selbstverständlich ist. Und dann spielt es eben kaum noch eine Rolle aus welchem Kulturkreis man stammt, welcher Religion man huldigt oder welchen sozialen Background man hat.

In dieser ganz besonderen, weltoffenen Atmosphäre und fast familiären Gemeinschaft, in der es – im positiven Sinne - keine Hemmschwellen und Berührungsängste gibt, fiel es uns in den letzten Jahren ebenso leicht, Flüchtlinge zu integrieren, die bei uns dann auch erfolgreich eine Ausbildung absolvieren konnten, als auch die jeweiligen Künstler aus aller Herren Länder zu integrieren. Da die Künstler (teilweise mit ihren Familien) im Zeitraum der Showspielzeit in Wohnungen bei uns im Gebäude leben, sind die Nähe und die tägliche Begegnung auch an spiel­freien Tagen gegeben. Dies führt oft sogar dazu, dass unsere Mitarbeiter und Künstler freie Zeiten miteinander verbringen.

Bei all der heilen Welt darf nicht vergessen werden, dass wir einen betriebswirtschaftlichen Auftrag der Inhaberfamilie zu erfüllen haben, dass es Hierarchien gibt und Dinge mal schieflaufen, was auch zu Reibungsverlusten führen kann. Aber die jeweiligen Teamleiter/
Abteilungsleiter achten immer darauf, dass der Grundrespekt im Um­gang miteinander gewahrt bleibt, unser „GOP-Auftrag“ einen höheren Stellenwert als persönliche Befindlichkeiten hat und versuchen dies getreu dem Motto „Führen durch Vorbild“ auch selbst zu leben.

Hierbei begleite ich meine Führungskräfte gerne und bringe meine Er­fahrungen – u.a. 10 Jahre Freiberuflichkeit als Psychologischer Coach – auch direkt ein. Und all dies gilt natürlich auch für mich und mein Ver­halten selbst. Deswegen gehört für mich die Politik der stets offenen Tür zu meinem Büro ebenso selbstverständlich zu meinem Führungsstil als auch, dass ich meine Mitarbeiter namentlich kenne, ihre Geschichten kenne, nach meinen Bürozeiten regelmäßig in die Funktionsbereiche gehe und wo immer es geht, ein paar Worte wechsele und ein stets offenes Ohr habe.

Ich habe einen riesigen Respekt vor dem, was die Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen leisten, und das Mindeste ist, dies auch zu zeigen und auszusprechen. Dies schließt die Künstler natürlich ein, und so ist es häufig so, dass „Show gucken“ das Ende meines Arbeitstages mar­kiert, und ich mich häufig nach der Show bei den Künstlern für Ihre Performance bedanke. Wenn ich dann gemeinsam mit einem glücklichen Publikum das Haus verlasse, weiß ich, dass wir unser
GOP-Versprechen wieder GEMEINSAM erfolgreich eingelöst haben.

 


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